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Wenn ich zeichne, stelle ich mir dabei Personen vor, nicht "antropomorphe Charaktere". Und das hat für mich etwas Magisches, das über die rein materielle Umsetzung einer Geschichte hinausgeht.
Marco Rota, italienischer Disneykünstler, 2006
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Marco Rota. Mit ihm verbindet sich vieles, er prägte die Welt der Disneycomics, obwohl er selbst immer versuchte, nicht zu viel zu verändern, denn wer verändert, verschlechtert auch schneller, als es einem lieb sein kann. Er stand an der Spitze von Mondadori, wäre durch einen falschen Freund, der ihm im wichtigsten Moment verließ, der Disneywelt beinahe verloren gegangen und kämpfte sich durch viel Engagement wieder in die Herzen seiner Freunde und Verehrer. Marco Rota stand Floyd Gottfredson genauso gegenüber wie dem Man himself, Walt Disney. Doch am meisten prägte den Mailänder ein anderer, dessen Erbe die Zeichnungen aller Entenzeichner noch heute leitet - Carl Barks. Nur seine Zeichnungen sind keine Zeichnungen, sagte Marco Rota in einem Interview. Carl Barks Geschichten leben, seine Figuren sind real und wenn man für einen Moment die Augen schließt, während man sie geniest und sie wieder öffnet, könnte es sein, dass einem Dagobert Duck höchstpersönlich gegenübersteht und ermahnt, das teuer erarbeitete Geld nicht für Comichefte hinauszuwerfen. Die größte Ehre, die man ihm machen kann, so Marco Rota, wäre es, mit dem Meister selbst verwechselt zu werden. Aber niemand verwechselt Marco Rota mit Carl Barks. Denn Marco Rota ist Marco Rota, seine Zeichnungen strahlen das aus, was er denkt und wünscht und vermitteln dem Leser genau das, was sie sollen; man liest eine Geschichte und hört es klingeln und denkt... da könnte doch Donald Duck zu Besuch vorbei kommen.