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Datei:Fernando bonini.JPG

Fernando Antonio[1] Bonini (*17. September 1955 in Niterói, Rio de Janeiro; †8. Oktober 2005 in Valinhos, São Paulo[2] ) war einer der bedeutendsten brasilianischen Zeichner von Disney-Comics für Abril. Im Alter von 15 Jahren begann er bei seinem späteren Kollegen bei Abril, Primiaggio Mantovi, sein Handwerk zu lernen. Von 1984 an zeichnete er so vor allem Geschichten mit José Carioca. Im Jahr 1998 richtete Bonini seine Karriere mit einer starken Alkoholsucht, die in der Obdachlosigkeit gipfelte, vollkommen zu Grunde. Mit der Hilfe von Freunden gelang es ihm, in die Branche zurückzukehren, im Jahr 2005 veröffentlichte er bei Via Lettera zusammen mit Mantovi „Luciano“.

Biographie Bearbeiten

Frühes Wirken und Arbeit für Disney Bearbeiten

Datei:Carioca bonini.JPG


Erkrankung und Spätwerk Bearbeiten

In den 1990er Jahren konzentrierte sich Bonini vor allem auf seine Arbeit für Abril. Er zeichnete für die erscheinenden Magazine „Os Trapalhões“, „Zé Carioca“ and „Urtigão“, vorzüglich Charaktere aus dem Disney-Universum. 1998 stellte er seine Arbeit komplett ein, als er zum starken Trinker wurde. Die Ursache dessen ist nicht bekannt, eventuell hing seine Sucht aber mit seinem Image als Frauenheld zusammen. Die Abhängigkeit vom Alkohol ging so weit, dass Bonini als Obdachloser auf der Straße landete. Mehrere Jahre lebte er so, bis es ihm mit Hilfe seiner Freunde zu Beginn des dritten Jahrtausends gelang, wieder Anschluss an die Gesellschaft zu finden.

Ab dem Jahr 2002 begann er wieder professionell zu zeichnen, allerdings nicht mehr für Abril. Zu Beginn wirkte er für „Editora Escala“, unter anderem mit Comics zu Der König der Löwen und andere an Kinder gerichtete Serien, kurze Zeit auch für „Opera Graphica“ mit Arbeiten an „Os Exterminadores Sem Futuro“, dazu für „Heavy Metal Comics“ einige Geschichten im Erotikgenre. Die wichtigste Arbeit für Bonini, zusammen mit seinem alten Meister [[Primiaggio Mantovi als Autor, war der Comic „Luciano“, an dem beide vier Jahre lang arbeiteten, bis er in Druck gehen konnte.

Im Sommer 2005 musste Fernando Bonini seinen unruhigen Lebensjahren Tribut zollen. Er wurde mit körperlichen Beschwerden ins Krankenhaus in Valinhos bei São Paulo eingeliefert. Bonini hatte seinen Freunden bereits vor dieser Zeit gesagt, dass er der Meinung sei, mit Vollendung des 50. Lebensjahres sterben zu können. Tatsächlich geschah dem so. Nachdem er 17. September seinen 50. Geburtstag begangen hatte, verschied er kurz darauf am 8. Oktober im Krankenhaus an einem Infarkt[3]. Laut einem Freund, der ihn in der Stunde seines Todes begleitete, waren seine letzten Worte: „Ich gehe jetzt schlafen. Ich bin sehr müde“.

Quellen Bearbeiten

[1]Der zweite Vorname Boninis geht aus der Autorennennung von „Luciano“ hevor
[2]Der Ort seines Todes geht aus einem Nachruf von Franco de Rosa hevor
[3]Die Todesart geht aus einem Nachruf von Franco de Rosa hevor
[4]Seine letzten Worte („Vou dormir. Estou muito cansado.“) gehen aus dem Bericht eines Augenzeugen hervor

Weblinks Bearbeiten